Es bewegt sich viel in der Oberpfalz

25. März 2019
Bezirksfeuerwehrverband
Bericht Verbandsversammlung Bezirksfeuerwehrverband

Delegierte und Ehrengäste des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberpfalz tagen in Freudenberg.

 

Bezirksverbandsvorsitzender Kreisbrandrat (KBR) Fredi Weiß konnte neben einigen Kreisbrandräten, Kreisbrandinspektoren, Kreisbrandmeistern, Fachbereichsleitern, Regierungspräsident Axel Bartelt, Landrat Richard Reisinger, aus dem bayerischen Gemeindetag Werner Fischer, Berziksrat Richard Gaßner, 1. Bürgermeister der Gemeinde Freudenberg Alwin Märkl, Polizeipräsident der Oberpfalz Gerold Mahlmeister, stellvertretender Landesfeuerwehrverbandsvorsitzender KBR Norbert Thiel und mehrere Ehrenkreisbrandräte und Ehrenmitglieder im Landgasthof Dotzler in Freudenberg begrüßen.

Nach einer Gedenkminute für alle verstorbenen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden wurde in mehreren Talkrunden, welche von Jürgen Meyer moderiert wurden einiges abgefragt. Thomas Flauger sprach für den Fachbereich 12 (Musik). Momentan gibt es 25 Musikgruppen in der Oberpfalz, der Landkreis Tirschenreuth sei der musikalischste. Denise Ackermann (Fachbereichsleiterin Kinderfeuerwehr) stellte erfreulich fest, dass man derzeit 96 Kinderfeuerwehren mit 1514 Kindern in der Oberpfalz habe. Im Durchschnitt wird alle zwei Wochen eine neue Gruppe gegründet. Michela Stoll (Fachbereich Frauenarbeit) stellte fest, dass die Frauenquote in den Feuerwehren gestiegen sei. Für die Brandschutzerziehung ist in der Oberpfalz Markus Weinbeck zuständig. Sein Team, sowie alle Brandschutzerzieher seien sehr aktiv in ihren Gebieten. Es wurde ein neuer Brandschutzerziehungskoffer ausgearbeitet und das neue Rauchhaus wird demnächst vorgestellt. Bezirksverbandsvorsitzender KBR Fredi Weiß sprach von einem arbeitsreichen Jahr auf Bezirksebene. Insgesamt wurden 21.500 Einsätze abgearbeitet, dies waren 345.000 Einsatzstunden für die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden in der Oberpfalz. Weiß appellierte nochmals die Feuerwehren am Ostbayerischen Feuerwehrpreis teilzunehmen. 

Digitale Alarmierung kommt

KBM Roland Kolbeck (Fachbereichsleiter Funk) verkündete, dass zwei Leitstellenberiche in der Oberpfalz voraussichtlich mit der Technik für die digitale Alarmierung ausgestattet werden. Ende 2020 soll diese in Betrieb gehen, die Alarmierung soll dann schneller funktionieren und ist ausfallsicherer. Marc Bigalke (Bezirksfeuerwehrarzt) stellte fest, dass es sehr viele First-Responder Standorte in der Oberpfalz gebe. Letztes Jahr fand ein Treffen aller Leiter von First-Respondern und Kreisfeuerwehrärzten statt. KBR Robert Heinfling (Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit) sei sehr zufrieden mit den Imagekampangen. Derzeit würde man eine Handreichung für Pressearbeit an den Einsatzstellen ausarbeiten. Karl Diepold (Fachbereichsleiter Wettbewerbe) war stolz, dass 187 Trupps beim Atemschutzleistungswettbewerb in Vohenstrauß 2018 teilnahmen. Auch beim Oberpfalz-Cup in Hahnbach wurden 37 Starts von 33 Gruppen verzeichnet, dies seien sehr gute Zahlen bei Wettbewerben. SBR Johann Schmidbauer (Fachbereichsleiter Ausbildung) stellte fest, dass 2018 zahlreiche Abschlussprüfungen bei der MTA (Modularen Trupp Ausbildung) abgehalten wurden. Der Ausbilderleitfaden für die Atemschutzgeräteträger wurde 2018 komplett überarbeitet. 

Ehrennadel in Gold

Bezirks- und Landesjugendwart Heinrich Scharf stellte die Zahlen der Jugendfeuerwehren aus der Oberpfalz vor. Dezteit habe man 9.096 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr verteilt auf 915 Gruppen. Diese werden von 1.688 Jugendwarten und Helfern in 68.216 Stunden ausgebildet. 1.447 Jugendliche konnte man in die Aktive Wehr übernehmen. KBI Anton Ruhland führte den Kassenbericht, sowie den Haushaltsplan 2019 aus. KBR Robert Heinfling wurde mit dem Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Gold von stellvertretenden Landesfeuerwehrverbandsvorsitzenden KBR Norbert Thiel und KBR Fredi Weiß geehrt. In den letzten Talkrunden waren die Ehrengäste an der Reihe, Regierungspräsident Axel Bartelt schätzte die Tätigkeiten der Freiwilligen Feuerwehren in der Oberpfalz sehr. "Die Feuerwehren in der Oberpfalz sind hervorragend aufgestellt", so Bartelt. Polizeipräsident Gerold Mahlmeister lobte die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren und der Polizei. Auch er sprach das Thema Gewalt gegen Hilfskräfte an, denn seit dem 01.11.2018 gibt es ein Konzept zum Schutz gegen Rettungskräfte.  Die Polizei musste vergangenes Jahr insgesamt 144.000 Einsätze abarbeiten. Der stellvertretende Landesfeuerwehrverbandsvorsitzende KBR Norbert Thiel stellte fest, dass die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst schon immer gut sei, aber sie ist noch besser geworden. Er zollte seinen Respekt an die Kinder - und Jugendfeuewehren in der Oberpfalz. 1. Bürgermeister der Gemeinde Freudenberg Alwin Märkl konnte festellen, dass die Feuerwehr mit der Gemeinde schon immer Hand in Hand zusammenarbeitet. "Die Feuerwehren machen nicht nur Sonderaufgaben, sondern noch viel mehr darüber hinaus.", so Märkl. Werner Fischer, Vertreter für den bayerischen Gemeindetag  war begeistert was die Feuerwehren alles leisten. Im gefiel sehr gut, dass die Polizei mehr gegen die Angreifer mache. Bezirksrat Richard Gaßner fühle sich nach den ganzen Berichten sehr sicher in der Oberpfalz. Auch ihm beschäftigt das Thema "Gewalt gegen Rettungskräfte". "Sowas kann und darf einfach nicht passieren", so Gaßner in seiner Rede. Nach einem kurzen Schlusswort konnte der Bezirksverbandsvorsitzende Fredi Weiß die Versammlung beenden.

zur Person Kreisbrandrat Robert Heinfling
1974 - Eintritt in die Feuerwehr Taxöldern              
1990 - Bestellung zum Stadtbrandinspektor und jetzt mittlerweile 29 Jahre als Besonderer Führungsdienstgrad.                                
2010 - Wahl zum Kreisbrandrat des Lkr. Schwandorf

In unzähligen Gefahrensituationen und Unglücksfällen hat Heinfling mit den Feuerwehren im Landkreis Schwandorf schnelle und wirksame Hilfe gebracht und sich als umsichtiger Einsatzleiter bestens bewährt. Die Verbesserung der technischen Ausstattung, die Beschaffung der erforderlichen Einsatzfahrzeuge und der Bau neuer Feuerwehrgerätehäuser waren für ihn in der Vergangenheit wichtige Herausforderungen als Kreisbrandrat.
Die Ausbildung der Einsatzkräfte und die Unterstützung der Jugendarbeit sind für ihn entscheidende Bereiche und liegen ihm am Herzen.
 

Bilder und Text. Florian Schlegel